Freitag, 7. September 2012 – 5 KM

Freitag, 7. September 2012 – 5 KM EVV-Präsidentenwanderung „Auf den Spuren der Benediktiner und auf dem Jakobsweg
IVV-Europa-Präsidentenwanderung: „Auf den Spuren der Benediktiner und auf dem Jakobsweg“
Wertung: IVV-Extra-Stempel
Organisation: IVV-Europa – Europäischer Volkssportverband
Start und Ziel: TRIFOLION Echternach (Centre Culturel, Touristique et de Congrès)
Start: von 14 bis 17 Uhr
Zielschluss: 19 Uhr
 
Kurzbeschreibung:
Am Freitag, den 7ten September 2012 wird die Volksport-Europiade offiziell eingeleitet mit einer 5- und 10 km Wanderstrecke durch die Jahrtausend alte und mittelalterliche Abteistadt Echternach. Während die 5 km Wanderstrecke sehr flach und behindertengerecht ist, führt die 10 km Strecke, mittelschwer, in das höher gelegene Waldgebiet Irreltgen mit seinen eigenartigen Felsengebilden und bekannten Schlucht genannt „ Wolfschlucht“.
 
Die Wanderstrecken führen durch das historische Echternach, durch die ehemalige Bendediktinerabtei in den Stadtpark, am Grenzfluss  Sauer,  unter der Römerbrücke und am Stadtgraben an der Ringmauer vorbei durch schmale Gassen.
 
Abseits vom Straßenverkehr wandern wir durch die Gartenallee bis zum Echternacher Erholungszentrum auf den Seepromenaden vorbei bis zur Romischen Villa. Diese Besichtigung sowie auch der anderen Echternacher Museen ist sehr empfehlenswert, geben sie doch Einblick in die tausendjährige Geschichte der Stadt.
  • Streckendaten
  • Sehenswertes am Wege
  • Parken

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Start und Ziel: TRIFOLION (Kultur-und Kongresszentrum)
 
Päpstliche Sankt Willibrordus Basilika
Kurz nach dem Jahre 700 hat Willibrord, ein angelsächsicher Missionar eine erste Kirche erbaut, Überreste der merowingischen Anlage wurden nach dem II ten Weltkrieg entdeckt. Eine zweite Kirche gegen 800 errichtet, im Jahre 1016 durch eine Feuersbrunst zerstört wurde ein Neubau 1031 abgeschlossen. Hauptmerkmal dieser romanischen Basilika ist der Stützenwechsel. 1794: Plünderung durch französische Revolutionstruppen, wurde die Basilika zur Faïencefabrik. Ab 1861 Restaurierung durch den Willibrordus-Bauverein (heute noch sehr aktiv). Zerstörung während der Rundstedt-Offensive 1944 und Wiederaufbau von 1948 bis 1953.
Die Krypta, wo sich auch das Grab des Hl. Willibrord sich befindet, dürfte bis in die karolingische Zeit zurückgehen.
Sehr aufschlussreich das neue Dokumentationszentrum über die Springprozession (als Weltkulturerbe durch die UNESCO anerkannt) im Innern der Basilika (freier Eintritt).
 
Orangerie-Klostergarten (1735-1736)
Durch das schmiedereiserne Tor entdecken wir die Gartenanlagen. Die Statuen an der Fassade stellen die 4 Jahreszeiten dar. Die Skulpturen sollen aus dem Umkreis  des Würzburger Bildhauers Ferdinand Tietz stammen.
 
Benediktinerabtei (1727-1736)
Wir passieren durch einen Rundbogen und stehen vor dem Prälatenflügel der Abtei die 1727-1736  im lothringischen Baustil entstand. Der quadratische Bau von je 75 m Front mit Kreuzgang und Binnenhof war von Architekt Léopold Durand aus St Avold entworfen und von der Baumeisterfamilie Mungenast aus Österreich errichtet worden. 1797 wird die Abtei aufgehoben und seit 1899 beherbergt sie ein staatliches Lyzeum. Alljährlich am Pfingstdienstag wird um 9,30 Uhr die Springprozession im Ehrenhof der Abtei eröffnet und endet in der Basilika gegen 14 Uhr.
Im Untergeschoß der Abtei befindet sich ein sehr aufschlussreiches Museum, welches Einblick in die Klostergeschichte und Details über Willibrords Leben gibt. Ausstellung von Handschriften aus der berühmten Echternacher Malerschule (Faksimili Codex Aureus..). Ein Besuch dieses Abteimuseums ist empfehlenswert.
 
Echternacher Springprozession (www.willibrord.lu)
Die Stadt Echternach ist weltbekannt durch die Springprozession, welche alljährlich am Pfingstdienstag Tausende von Pilgern und Neugierige anzieht. Diese einzigartige, religiöse Manifestation, von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt, reicht  bis ins Mittelalter zurück.Die Teilnehmerzahlen der Springprozession 2011 sind:
Gesamtzahl: 12.231, Beter und Sängergruppen): 1192,Musikanten: 1645,Springer: 9308,Prälaten und Begleiter: 86
 
Allee der Resistenz im II.ten Weltkrieg
Anlässlich des 70ten Jahrestages des  Widerstandes  der Luxemburger gegen den Okkupant und NS Regime im II.ten Weltkrieg, wurde der Wanderweg „Itinéraire en souvenir de la Résistance“ vom Echternacher Lyzeum bis nach Berdorf beschildert mit Erinnerungstafeln an den Streik und Verfolgung der Studenten und Professoren im September 1942.
 
Stadtpark mit Pavillon
An der früheren Prinz-Heinrich Eisenbahnlinie Echternach-Wasserbillig vorbei erblicken wir im Stadtpark das im Jahre 1761 errichtete Pavillon im Rokokostil, welches im 100 m2 großen Saal mit audiovisuellem Programm über die Architektur im ländlichem Raum berichtet, die von der Abtei Echternach beeinflusst wurde.
 
„Schaffbaierplaz“
Eine Bildtafel erinnert an die Echternacher Schiffsbauer. Die „Schaffbaier“ waren Schiffbauer, auch „Kirpekee“ genannt von denen gesagt wird, sie seien so hartnäckig und starrköpfig gewesen  wie das  knieförmige, zähe Holz, halb Ast, halb Stück vom Stamm, durch das die Rippen des Bootes mit dessen Boden verbunden wurden.
 
Grenz-Römer-Sauerbrücke
Vermutlich wurde tatsächlich bereits in frührömischer Zeit eine Straßenbrücke über die Sauer angelegt; bewiesen ist dies allerdings nicht. Die Brücke (pons insignis) bestand schon lange vor der Gründung der Abtei.  Die Sauerbrücke verbindet seit jeher die Altstadt mit dem Grenzgebiet. Die Brücke wurde am 12. September 1944 von der deutschen Wehrmacht gesprengt und am 11. Februar 1945 überquerten die ersten amerikanischen Soldaten die Sauer bei Echternach auf einer schwimmenden Behelfsbrücke.
Neu errichtet, manchmal als völkerverbrindend gerühmte Brücke genannt, überquert sie einen eigenwillig kurvenden und manchmal kapriziösen Fluss. Die Brücke selbst steht fest wie ein unerschütterlicher Fels und überstand bisher allen Überschwemmungen. Das Standbild oder Statue auf der Brücke erinnert an den Echternacher Benediktinerabt und Historiker Johannes Bertels (1544-1607),, des Verfassers der ersten Geschichte Luxemburgs mit einem geöffneten Buch in den Händen.
 
Stadtmauer
Die Befestigung (10 Jh) im 13ten Jh ausgebaut, war mit 20 Schalentürmen, 4 Stadttoren  und einer 2000 m langen Mauer versehen. Im 19ten Jh. Zerstört, wurde ein Teil der Stadtmauer restauriert.
Wir gehen am Eckturm vorbei am Stadtgraben und kommen in die Hoovelecker Buurchmauer, wo noch Türme erhalten sind.
Eine Schautafel erinnert an die dramatische Evakuierung am 6.10.1944 der 3000 Bürger der Stadt Echternach, welche, zwischen 2 Fronten und  unter Granatensplitter, fluchtartig die Stadt verlassen mussten.
               
Bürgerhospital
Im Abendlande wurde im Jahre 380 in Rom eine erste Hospitalanstalt gegründet. Die älteste Anstalt diesseits der Alpen, das Hôtel-Dieu in Lyon, fällt ins Jahr 542. Als dritte Anstalt dieser Art erscheint das vor dem Jahre 698 von der Hl Irmina  erbaute Hospital in Echternach. Das Hospital hatte  als Hauptaufgabe die zeitweilige Pflege mittelloser Kranker oder Pilger.
Am 6ten Oktober 1944 schwer beschädigt, wurden viele Verletzte und Kranke unter dramatischen Umständen aus den Trümmern des Spitals evakuiert.
 
Gartenallee
Nach der Überquerung der Hauptstrasse, wandern wir durch die Gartenallee und über eine enge Promenade am Abflussrinnsal des Echternacher Sees entlang. Dann erreichen wir die neue:
 
Am Echternacher See gelegen, liegt das Konzept der 2006 eröffneten modernen Jugendherberge auf  den Nutzung-Schwerpunkten Wohnen und Sport. Neben der Sporthalle und  Fahrradverleih ist die 14 m hohe Kletterwand ein weiteres sportliches Angebot. 118 Betten mit erhöhtem Komfort in Ausstattung und Sanitärbereich  stehen zur Verfügung.
Eine wegweisende touristische Infrastruktur mit Perspektiven für viele Freizeitaktivitäten im Naherholungsgebiet des Echternacher Sees.
 
Echternacher See
Nicht nur Kultur und Geschichte, auch Erholung und Entspannung werden in Echternach großgeschrieben. Am Eingang der Stadt, befindet sich neben der Römervilla, das  große Freizeit- und Erholungszentrum. Von 375 ha Wald  und einem 25 ha großen künstlichem See umgeben,  bietet  dieses  Erholungszentrum viele Freizeitmöglichkeiten und Entspannung.
 
Römervilla (1. bis 5 Jh)
Ist eine der größten römischen Villen Zentraleuropas (118 x 62 m). Sie wurde 1975 bei den Ausgrabungsarbeiten für den künstlichen See entdeckt. Im Interpretationszentrum INFOFORUM, ein thematisches Museum, werden Szenen aus dem  Alltagsleben der Römer  vorgestellt, dies in Form von lebensgroßen Figuren, Baumodellen und Filmen.
Eine Gesamtansicht der Wohnanlage (pars urbana) sowie der Wirtschaftsgebäuden (pars rustica) die sich bis an den Rand der Stadt erstreckten gibt einen Einblick in diese römische Villa.
Eine Besichtigung der Resten der Empfangshalle, den Bädern und Heizungsanlagen, daneben des römischen Gartens Hortus Amoenus ist empfehlenswert.
 
Hier ist Streckenteilung der 5 / 10 km Wanderung - 5 km Wanderstrecke zurück über die Römerstraße zur Altstadt
 
Muttergotteskapelle
1654 von Abt Petrus Fisch im Stil der Spätrenaissance erbaut, diente die Kapelle als Kirche für diesen Stadtteil und als Garnisonskapelle.
 
Mittelalterliche Gassen und Gotisches Haus
Das gotische Haus, ein seltener Zeuge des mittelalterlichen Echternachs, 1996 eingestürzt, wurde das Haus im Jahre 2000 wiederaufgebaut. Bauweise der ersten Hälfte des 14ten Jh, konnte das Alter der Balken der Hausdecke auf ein Fällen der Bäume im Jahre 1299 ausgewiesen werden. 
An der ehemaligen Jugendherberge vorbei durch  schmale, mittelalterliche  Gassen,  überqueren  wir die Fußgängerzone mit ihren einladenden Hotel- Restaurant und Einkaufszentren. Durch sehr schmale Gassen erreichen wir den historischen Marktplatz.
 
Marktplatz
Dieser historische Platz fällt auf durch das Justizkreuz und dem ehemaligen Justizpalast (14 Jh) auch Dingstuhl genannt.
„Urtsel“ vom Hochdeutschen Urteilssäule, war das Symbol mittelalterlicher Herrschaft, insbesondere auch das Wahrzeichen, dass der Abt der Herr über das Recht war.
 
Dënzelt oder Dingstuhl (14 Jh),  wo die Jahrgedinge in der offenen Halle mit Spitzbögen abgehalten wurden, war nicht nur  
Justizpalast, er enthielt auch eine Folterkammer und ein Gefängnis. Beim Stadtbrand im Jahre 1444 komplett zerstört wurde der Palast wieder aufgebaut, an den großzügigen Fensterrahmen stellt man den Übergang der Gotik auf die Renaissance fest.
1898 wurden die Gottesmutter, König Salomon und die Kardinaltugenden in die Fassade eingefügt. Erneute Restaurierung im Jahre 1993.
 
In der Umgebung der Start- und Zielorte (L- Echternach und D-Irrel) befinden sich ausreichend Parkplätze für Bus, PKW, Wohnwagen und sonstige Fahrzeuge.
 
Bereits vor erreichen der jeweiligen Zielorte werden Sie zum nächstmöglichen Parkplatz gelenkt.
Ebenso werden Park- und Ryde-Parkplätze eingerichtet, von denen Sie dann per Bus direkt zum jeweiligen Start- und Zielpunkt gebracht werden.
 
Detaillierte Informationen stehen Ihnen hier frühzeitig zur Verfügung.
 

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